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Im Gemeindehaus von Meride ist ein kleines, aber sehr interessantes Fossilienmuseum eingerichtet, das vor allem Fundstücke vom Monte San Giorgio zeigt, der sich über dem Dorf erhebt. Der Besucher kann hier das Interesse für die geologische Vergangenheit der Region vertiefen: eine wahre, aus verschiedenen Gründen einzigartige “Schatzkammer”, in der Fossilien gefunden wurden, die über 230 Millionen Jahre alt sind und somit aus einer Zeit stammen, als das damalige Mendrisiotto nur teilweise aus dem Meer aufragte.
Das kleine Museum (50 m2) wurde 1973 auf Initiative der Professoren Emilio Kuhn-Schnyder und Hans Rieber vom Paläontologischen Instituts der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Meride gegründet. In einem Dutzend Vitrinen sind Original-Fossilien und Abdrücke der reichen Fauna ausgestellt, welche die mittlere Trias am Monte San Giorgio prägte. Den Schwerpunkt der vor fast dreissig Jahren konzipierten Ausstellung bilden die Funde der sogenannten Grenzbitumenzone, die schon seit 1850 im Mittelpunkt der Forschungen steht. Zahlreiche Ausgrabungen haben Tausende von Fossilien zutage gefördert, die aus wissenschaftlicher, aber auch ästhetischer Sicht von grösster Bedeutung sind und Meride und den Monte San Giorgio in der ganzen Welt berühmt gemacht haben.
Im Museum von Meride ist ein kleiner Teil dieser Fundstücke ausgestellt. Die zahlreichen Tafeln und Erklärungen ermöglichen eine Annäherung an die Paläontologie der mittleren Trias und ihrer vielfältige Fauna (Reptilien, Fische, Wirbellose, Pflanzen).
Ein neu gemachter Film der Universität Zürich auf italienisch, deutsch, französisch und englisch führt die Besucher in die vielfältigen Aspekte der paläontologischen Forschungen am Monte San Giorgio ein.
In nächster Zeit ist eine Umstrukturierung der Ausstellungsräume vorgesehen. Das bedeutet für die öffentliche Hand ein nicht unerhebliches Engagement, wird aber dazu beitragen, die Schätze des Monte San Giorgio aufzuwerten. |  |  |  |
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 | | Leicht / schwer zugänglich Zugang erschwert | |
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