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Der Berg Monte San Giorgio liegt zwischen den südlichen Ausläufern (Porto Ceresio und Riva San Vitale) des Luganersees.
Er ist 1'097 Meter hoch und von seinem Gipfel aus geniesst man einen prachtvollen Ausblick. Dreht man den Kopf nach Nord-West, hat man eine schöne Aussicht auf den Luganersee (insbesondere auf die Gegend um Morcote) und im Hintergrund erkennt man den Monte Lema und die Alpen. Schweift der Blick nach Osten, erkennt man den steilen Hang des Monte Generoso, während sich auf der Südseite das lombardische Flachland ausbreitet.
Ein flächendeckendes Netz von Wegen verbindet die Gemeinden der sogenannten San Giorgio Region.
Von Brusino erreicht man bequem mit der Seilbahn die Aussichtsterrasse des Serpiano (650 m.ü.M.), wo sich das Restaurant Funivia befindet. Von hier aus wandert man in 30 Gehminuten über einen leichten Weg zur Alm von Brusino. Kennzeichen dieses Ortes sind die jahrtausendenalten Kastanienbäume, deren Stämme völlig hohl sind.
Zur Bergspitze auf 1'097 Metern Höhe sind es dann etwa anderthalb Stunden Gehzeit.
Beginnt man die Wanderung zur Spitze in Riva San Vitale, gestaltet sie sich etwas anspruchvoller (3 Stunden).
Mit Riva San Vitale in Verbindung steht die Legende des Seligen Manfredo, eines Einsiedlers adligen Ursprungs. Dieser hat wahrscheinlich im Laufe des 13. Jahrhunderts in absoluter Einsamkeit auf der Bergspitze gelebt. Dem Asketen schreibt man die Wunder zu, die in den prächtigen Gemälden der Pfarrkirche von Riva San Vitale dargestellt werden. In der Kirche wird ausserdem der Leichnam des Heiligen aufbewahrt. Dieser wird jedoch nur zu besonderen Anlässen ausgestellt.
Viel leichter ist der Weg, der Meride mit der Bergspitze verbindet. Kurz nachdem man das Dorf hinter sich lässt, findet man sich im Wald wieder. Ein Teil der Pfades, der nach Cassina führt, ist dank der Arbeit Schweizer Soldaten im ersten Weltkrieg mit Kopfsteinen bepflastert. Ein aufmerksamer Wanderer kann auf einem dieser Steine das eingravierte Datum (1917) noch erkennen.
Für Historiker faszinierend ist der Aufstieg zum Poncione d’Arzo. Nachdem man die Spitze auf 1'015 Metern erreicht hat (in zweieinhalb Stunden von Arzo bzw. in einer Stunde und vierzig Minuten von Crocifisso) findet man im italienischen Hoheitsgebiet die Befestigungsbauwerke, die von den Alpini während des ersten Weltkrieges auf dem Monte Orsa errichtet wurden.
Die Vegetation dieses wunderschönen Berges ist durch einen typischen Schlagwald gekennzeichnet und rühmt sich der Präsenz seltener Pflanzen wie der himmelblauen Glöckchen der Adenophora Lilifolia oder der grün-blauen Iris.
Die geologischen und paläontologischen Besonderheiten sowie die Tier- und Pflanzenwelt dieses wunderschönen Berges werden im Naturlehrpfad beschrieben. Dieser Pfad beginnt bei der „Fontana“, der ersten Gruppe von Häusern auf ungefähr 600 Metern Höhe. Er führt nach Cassina auf 900 Metern und durchquert auf fast flacher Strecke die kurze Furche des Porinatales. Nach einem steilen Abstieg durch die Wälder oberhalb des Serpiano (auf 700 Metern), kommt man zum Ausgangspunkt, der sich auf einer leicht geneigten Ebene befindet, zurück. Für diese Rundwanderung muss man etwas mehr als vier Stunden einkalkulieren. Diese Zeit beinhaltet auch die Zeit, die man für das Lesen der Informationstafeln benötigt.
Bekannt ist dieser Berg jedoch vor allem als Friedhof der mittleren triassischen Zeit. Während des 20. Jahrhunderts wurden hier zahlreiche Fossilien von grossem wissenschaftlichen Interesse gefunden: Fische, wirbellose Tiere (darunter manche seltene Insektenarten) und Kriechtiere (meistens Meereskriechtiere, darunter einige Exemplare mit einer Länge von bis zu sechs Metern). Im Fossilienmuseum von Meride kann man einige der bedeutendsten Funde bewundern.
Am 2.Juli 2003 wurde der Monte San Giorgio in die Liste der UNESCO Weltnaturerbe aufgenommen. |
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